00:50h - Warum ich nachts drucke.
Es ist kurz nach Mitternacht. Der Drucker rattert, ich sitze daneben mit einer Tasse Tee und warte darauf dass die letzte Schicht fertig wird.
Tagsüber geht das nicht. Tagsüber sind da zwei Kinder, ein Haushalt, ein Hauptjob und gefühlt tausend Dinge die gleichzeitig passieren wollen. Nachts ist es ruhig. Nachts gehört der Drucker mir.
Es gibt etwas Meditatives daran, einem Objekt beim Entstehen zuzuschauen. Schicht für Schicht, Millimeter für Millimeter. Manchmal beneide ich den Drucker sogar. Er kann einfach vor sich hin arbeiten, eine Aufgabe, niemand hetzt ihn oder will dass er mehreres gleichzeitig schafft.
Es gibt etwas Schönes daran, morgens ein fertiges Objekt vorzufinden das gestern Abend noch nicht existiert hat. Fertig, abgekühlt, bereit. Manchmal passt es perfekt. Manchmal nicht – dann fange ich von vorne an.
So funktioniert das hier. 🌿